Wie geht strategische Planung mit Portfolio?

Das Portfolio ist das zentrale Bindeglied zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Um die Verbindung zwischen diesen beiden Ebenen zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Struktur eines Unternehmens.

 

Wie geht strategische Planung mit Portfolio?

Das Portfolio ist das zentrale Bindeglied zwischen Unternehmensstrategie und operativer Umsetzung. Um die Verbindung zwischen diesen beiden Ebenen zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Struktur eines Unternehmens.

Portfolio als Verbindung zwischen Strategie und operativer Umsetzung

Ganz oben in der Unternehmenshierarchie steht die Unternehmensstrategie, die vom Management vorgegeben und vorangetrieben wird. Im unteren Bereich wird diese Strategie umgesetzt – entweder in der Linie oder in Projekten. Das Portfolio dient dabei als Brücke, um sicherzustellen, dass strategische Entscheidungen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden.

Ein Beispiel zur strategischen Planung:

Angenommen, ein Unternehmen möchte in Zukunft stark auf Digitalisierung setzen. Dafür müssen signifikante Budgets und Ressourcen bereitgestellt werden. Da anfangs oft nicht klar ist, welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, wird zunächst ein Rahmen vorgegeben, innerhalb dessen die operative Ebene verschiedene Themen bearbeiten kann.

Hier kommt das Portfolio ins Spiel:

Stellen wir uns vor, wir haben die Portfolios A, B und C. Wenn Portfolio A – die Digitalisierung – besonders wichtig ist, müssen wir sicherstellen, dass dafür genügend Ressourcen und Budgets bereitgestellt werden. Wir verankern diese Priorität und fordern die operative Linie auf, entsprechende Maßnahmen oder Projekte zu entwickeln.

Projekte aus dem Portfolio initiieren

Es ist auch möglich, dass direkt aus dem Portfolio heraus Projekte gestartet werden, wenn konkrete Ziele vorliegen. In den meisten Fällen entstehen Projekte jedoch aus dem Tagesgeschäft heraus. Die operative Linie entwickelt Projekte und stellt sicher, dass sie im spezifischen Kontext des Portfolios laufen.

Strategisches Handeln mit dem Portfolio

Unternehmen beschäftigen sich nicht nur mit Digitalisierungsprojekten, sondern auch mit anderen notwendigen Projekten, die nicht immer direkt mit der übergeordneten Strategie abgestimmt sind. Hier zeigt sich der strategische Nutzen eines Portfolios: Auf der Portfolio-Ebene können Vorgaben wie Budget- oder Zeitrahmen gemacht werden, um zu steuern, wie viele Ressourcen für verschiedene Themen verwendet werden.

Das bedeutet konkret:

Startet die Linie ein Projekt, benötigt sie Budget und Ressourcen. Sind diese nicht ausreichend vorhanden, kann das Projekt nur dann realisiert werden, wenn es den strategischen Zielen entspricht. Tut es das nicht, wird es nicht umgesetzt.

Durch diese Vorgehensweise schaffen wir einen klaren Rahmen für Projekte, verteilen unsere Kapazitäten in verschiedenen Portfolios und legen fest, welche Ressourcen welchem Bereich zugeteilt werden. So stellen wir sicher, dass das gesamte Jahr über Projekte im Rahmen der festgelegten Budget- und Ressourcen-Vorgaben durchgeführt werden und strategische Entscheidungen konsequent umgesetzt werden.

Zusammenfassung zur strategischen Planung mit Portfolios

Die strategische Planung mit dem Portfolio bietet eine klare Struktur, um Unternehmensziele in die Praxis umzusetzen. Indem wir Ressourcen und Budgets gezielt zuweisen, gewährleisten wir, dass strategische Prioritäten wie die Digitalisierung erfolgreich umgesetzt werden. Das Portfolio fungiert dabei als Kontrollinstrument und stellt sicher, dass nur Projekte gestartet werden, die mit den strategischen Zielen übereinstimmen.

Dieser Ansatz ermöglicht es uns, flexibel auf Veränderungen zu reagieren, Ressourcen effizient zu nutzen und die strategischen Ziele des Unternehmens stets im Blick zu behalten.

Unser Thema beim nächsten Mal:

Wie Projekte sinnvoll priorisiert werden – Stichwort „Scoring““