Methodenlandkarte zur Einführung von PM-Software
Projektmanagement-Software schafft nur dann einen echten Mehrwert, wenn sie zur Organisation, ihren Prozessen und ihrem Reifegrad passt. Die Methodenlandkarte unterstützt Unternehmen dabei, den Funktionsumfang einer PM-Lösung gezielt zu planen und die Einführung in sinnvollen Ausbaustufen zu gestalten. Sie beantwortet dabei zentrale Fragen: Welche Funktionen bringen zu Beginn den größten Nutzen? Welche Themen bauen sinnvoll aufeinander auf? Und welche Anforderungen sollten erst in späteren Phasen umgesetzt werden?
Entwickelt wurde die Methodenlandkarte von der GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“. Zu den Autoren gehört unter anderem Norman Frischmuth, Managing Director der Hypergene GmbH sowie Mitglied der GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“ und der Regionalleitung der GPM Berlin/Brandenburg. Gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus PMO, Beratung und Softwareentwicklung flossen Erfahrungen aus zahlreichen Implementierungsprojekten in die Entwicklung der Methodenlandkarte ein.
Die gemeinsame Praxiserfahrung der Fachgruppe zeigt deutlich: Die größten Herausforderungen bei der Einführung von PM-Software entstehen häufig nicht durch die Software selbst, sondern durch einen zu umfangreichen oder zu schnellen Rollout. Werden zu viele Funktionen gleichzeitig eingeführt oder fehlen methodische Grundlagen, sinken Akzeptanz und Nutzen der Lösung. Die Methodenlandkarte verfolgt deshalb einen schrittweisen Ansatz, der Abhängigkeiten sichtbar macht und eine nachhaltige Einführung unterstützt.
Im Mittelpunkt stehen Projektmanagement-Methoden, die sich durch moderne PM-Software abbilden lassen. Gleichzeitig berücksichtigt die Methodenlandkarte den erforderlichen organisatorischen Reifegrad sowie die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz einzelner Funktionen. Zu jeder Methode werden typische Einsatzmöglichkeiten, empfohlene Ausbaustufen, notwendige Voraussetzungen und der zu erwartende Nutzen beschrieben. Dadurch entsteht eine fundierte Orientierung, welche Funktionen zuerst eingeführt werden sollten und welche Erweiterungen zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sind.
Die Methodenlandkarte unterstützt Unternehmen in verschiedenen Phasen eines Softwareprojekts:
Software auswählen: Sie hilft dabei, Anforderungen systematisch zu strukturieren und den benötigten Funktionsumfang zu definieren.
Software einführen: Sie bietet eine Orientierung für ein stufenweises Einführungskonzept, bei dem zunächst etablierte und leicht umsetzbare Methoden digital unterstützt werden. So lassen sich schnelle Erfolge erzielen und gleichzeitig die Voraussetzungen für weitere Ausbaustufen schaffen.
Bestehende Lösungen weiterentwickeln: Sie zeigt Potenziale für den Ausbau vorhandener Systeme auf und unterstützt dabei, Ursachen für geringe Nutzung oder fehlende Akzeptanz gezielt zu identifizieren.
Dieses Whitepaper erläutert zunächst Zielsetzung und Grundprinzip der Methodenlandkarte. Anschließend werden Aufbau und Struktur der Methodenlandkarte sowie der einzelnen Methodenkarten vorgestellt. Darüber hinaus wird beschrieben, wie das Modell an individuelle Unternehmensanforderungen angepasst werden kann. Abschließend werden das begleitende Miro-Board sowie die GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“ und die Autorinnen und Autoren des Whitepapers vorgestellt.
1. Zielsetzung und Prinzip
Projektmanagement-Software bietet heute weit mehr als die Unterstützung einzelner Projekte. Moderne Lösungen ermöglichen die Planung und Steuerung von Programmen, Portfolios, Ressourcen, Budgets und strategischen Initiativen in einer zentralen Umgebung. Der tatsächliche Nutzen entsteht jedoch nicht allein durch den Funktionsumfang der Software, sondern vor allem durch das Zusammenspiel von Technologie, Methoden und Organisation.
Jede Funktion einer PM-Lösung basiert auf einer bestimmten Projektmanagement-Methode. Damit diese ihren Mehrwert entfalten kann, müssen entsprechende Prozesse, Verantwortlichkeiten und Arbeitsweisen bereits im Unternehmen etabliert sein oder parallel zur Einführung entwickelt werden. Ohne diese Grundlage bleiben viele Funktionen hinter ihren Möglichkeiten zurück.
In der Praxis zeigt sich häufig ein ähnliches Bild: Nach der Einführung einer neuen Software sollen möglichst viele Funktionen unmittelbar genutzt werden. Schließlich versprechen moderne Systeme mehr Transparenz, eine bessere Ressourcenplanung, frühzeitige Risikoerkennung, verlässliche Terminsteuerung und fundierte Entscheidungen im Projektportfolio. Diese Erwartungen sind grundsätzlich berechtigt – dennoch führt ein zu schneller Ausbau häufig zu unnötiger Komplexität und einer geringen Akzeptanz innerhalb der Organisation.
Die Erfahrungen der GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“ bestätigen dieses Muster. Aus zahlreichen Einführungsprojekten in unterschiedlichen Unternehmen wurde deutlich, dass erfolgreiche Implementierungen weniger von der eingesetzten Software als vielmehr von einem strukturierten Vorgehen abhängen. Entscheidend ist daher nicht, welche Funktionen eine Lösung bietet, sondern wann und in welcher Reihenfolge sie sinnvoll eingeführt werden.
Aus den gemeinsamen Workshops der Fachgruppe lassen sich vier zentrale Grundsätze ableiten:
Methoden bauen aufeinander auf. Viele Funktionen setzen andere Prozesse oder Informationen voraus. So liefert beispielsweise eine Ressourcenplanung nur dann belastbare Ergebnisse, wenn Terminplanung und Projektprioritäten aktuell und konsistent gepflegt werden.
Nicht jede Funktion muss sofort vollständig ausgebaut werden. Viele Softwarebereiche lassen sich schrittweise entwickeln. Häufig genügt es zunächst, grundlegende Projektdaten zentral zu erfassen und erst in späteren Phasen komplexere Workflows, Genehmigungen oder Automatisierungen einzuführen.
Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch mehr Nutzen. Jede zusätzliche Funktion sollte einen klaren Mehrwert schaffen. Gerade bei selten genutzten Prozessen kann eine pragmatische organisatorische Lösung sinnvoller sein als eine aufwendig konfigurierte Softwarefunktion.
Software ersetzt keine Projektmanagement-Methodik. Digitale Werkzeuge können etablierte Prozesse unterstützen, sie jedoch nicht schaffen. Deshalb gehören neben der technischen Implementierung auch organisatorische Veränderungen, klare Verantwortlichkeiten und ein professionelles Change Management zu einer erfolgreichen Einführung.
Die Methodenlandkarte bündelt diese Erkenntnisse in einem praxisorientierten Modell. Sie zeigt, welche Methoden typischerweise durch PM-Software unterstützt werden, welche Abhängigkeiten zwischen ihnen bestehen und in welcher Reihenfolge eine Einführung sinnvoll erfolgen kann. Ziel ist es, Organisationen dabei zu unterstützen, den Ausbau ihrer PM-Software planbar, nachvollziehbar und nachhaltig zu gestalten.
Da Unternehmen unterschiedliche Anforderungen, Projektlandschaften und Reifegrade besitzen, versteht sich die Methodenlandkarte ausdrücklich nicht als starres Vorgehensmodell. Vielmehr dient sie als Orientierungshilfe, mit der sich individuelle Einführungsstrategien entwickeln und geeignete Ausbaustufen festlegen lassen. Ergänzend veranschaulichen verschiedene Praxisszenarien, wie Unternehmen die Methodenlandkarte abhängig von ihren jeweiligen Rahmenbedingungen einsetzen können.
2. Aufbau der Methoden-Landkarte
Die Methodenlandkarte bietet eine strukturierte Orientierung für die Einführung und den Ausbau von Projektmanagement-Software. Sie ordnet die wichtigsten softwaregestützten Projektmanagement-Methoden entlang zweier Dimensionen: der jeweiligen Managementebene sowie dem erforderlichen organisatorischen Reifegrad.
Unterschieden werden dabei Methoden für das Aufgaben-, Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement. Gleichzeitig verdeutlicht die Landkarte, wie hoch der Aufwand für die Einführung einer Methode typischerweise ist und welche organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Berücksichtigt werden dabei unter anderem der erforderliche PM-Reifegrad, bestehende Abhängigkeiten zu anderen Methoden sowie der Umfang des notwendigen Veränderungsmanagements.
Die grafische Anordnung der Methoden folgt bewusst einem Entwicklungsmodell. Links befinden sich Funktionen, die sich mit vergleichsweise geringem Aufwand einführen lassen und nur wenige Voraussetzungen benötigen. Mit zunehmender Komplexität verschieben sich die Methoden nach rechts. Diese setzen häufig bereits etablierte Prozesse, eine höhere organisatorische Reife sowie ein stärker integriertes Projektmanagement voraus.
Für jede dargestellte Methode beschreibt die Landkarte ihren fachlichen Zweck sowie mögliche Ausbaustufen der Softwareunterstützung. Darüber hinaus werden typische Voraussetzungen, der zu erwartende Nutzen und häufig auftretende Herausforderungen aufgeführt. Dadurch entsteht eine praxisnahe Entscheidungsgrundlage für die Planung eigener Einführungsprojekte.
Ein wesentliches Prinzip der Methodenlandkarte besteht darin, Funktionen nicht isoliert zu betrachten. Viele Methoden bauen fachlich aufeinander auf und entfalten ihren Nutzen erst im Zusammenspiel mit anderen Bereichen. Die dargestellten Verbindungen verdeutlichen deshalb typische Abhängigkeiten zwischen einzelnen Funktionen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind ausschließlich die wichtigsten Zusammenhänge dargestellt. In der Praxis können – abhängig vom gewünschten Funktionsumfang und Integrationsgrad – weitere Beziehungen hinzukommen. Besonders in vollständig integrierten PM-Systemen greifen nahezu alle Informationen ineinander.
Neben den eigentlichen Projektmanagement-Methoden berücksichtigt die Methodenlandkarte auch unterstützende Prozesse und technische Funktionen. Hierzu zählen beispielsweise digitale Genehmigungsworkflows, Änderungs- und Eskalationsprozesse, Schnittstellen zu Drittsystemen sowie Funktionen für Datenmanagement und Reporting. Diese Komponenten schaffen die Grundlage für einen durchgängigen und konsistenten Informationsfluss innerhalb der Projektorganisation.
Die Methodenlandkarte versteht sich ausdrücklich nicht als starres Vorgehensmodell. Weder die Reihenfolge der Einführung noch der Umfang einzelner Funktionen sind allgemeingültig. Vielmehr bildet sie typische Erfahrungen aus zahlreichen Softwareeinführungen ab und dient Unternehmen als Orientierung, Diskussionsgrundlage und Checkliste für die Entwicklung eines individuellen Implementierungskonzepts.
Für die praktische Einführung empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen. Zunächst werden Funktionen umgesetzt, die einen schnellen Nutzen bieten und nur wenige organisatorische Voraussetzungen erfordern. Anschließend kann die Lösung schrittweise erweitert werden. Für jede Ausbaustufe sollte bewusst entschieden werden, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden und welchen Reifegrad die Organisation bereits erreicht hat.
Besonders wichtig ist dabei die logische Reihenfolge der Einführung. Methoden, die als Grundlage für weiterführende Funktionen dienen, sollten frühzeitig etabliert werden. Komplexere Themen – beispielsweise Budgetplanung und Budgetsteuerung – lassen sich häufig erfolgreicher in mehreren Ausbaustufen umsetzen. So kann zunächst die Erfassung grundlegender Budgetinformationen erfolgen, bevor Budgetvergleiche, Freigabeprozesse oder detaillierte Steuerungsmechanismen ergänzt werden. Ein solches Vorgehen reduziert die Komplexität der Einführung und erleichtert die Akzeptanz innerhalb der Organisation.
Die Methodenlandkarte konzentriert sich ausschließlich auf projektmanagementspezifische Funktionen. Allgemeine Werkzeuge wie Dokumentenmanagement, Meeting-Management oder Präsentationssoftware sind bewusst nicht Bestandteil des Modells, auch wenn sie den Projektalltag unterstützen. Gleiches gilt für generische KI-Assistenten, deren Einsatz nicht ausschließlich auf das Projektmanagement beschränkt ist.
Da sich Anforderungen und Reifegrade von Unternehmen deutlich unterscheiden, existiert kein einheitlicher Weg zur Einführung einer PM-Lösung. Ergänzend zur Methodenlandkarte zeigen verschiedene Praxisszenarien beispielhaft, wie Organisationen den Funktionsumfang ihrer Projektmanagement-Software individuell aufbauen und weiterentwickeln können.
3. Aufbau der Methodenkarten
Jede in der Methodenlandkarte dargestellte Methode wird auf einer eigenen Methodenkarte detailliert beschrieben. Ziel ist es, den Einsatz der jeweiligen Methode verständlich einzuordnen und gleichzeitig eine praktische Orientierung für die Einführung und den Ausbau der Softwareunterstützung zu geben. Jede Methodenkarte gliedert sich dabei in drei Bereiche.
Zweck und Einsatz
Zu Beginn wird die jeweilige Methode kurz erläutert. Beschrieben wird, welchen Zweck sie erfüllt, welche Aufgaben sie unterstützt und welchen Beitrag sie für ein professionelles Projektmanagement leistet. So entsteht ein gemeinsames Verständnis dafür, wann und warum die Methode sinnvoll eingesetzt werden kann.
Ausbaustufen
Projektmanagement-Methoden müssen nicht von Anfang an vollständig umgesetzt werden. Je nach Unternehmensgröße, Projektlandschaft und organisatorischem Reifegrad kann eine schrittweise Einführung sinnvoll sein. Deshalb beschreibt jede Methodenkarte typische Ausbaustufen, die sich in der Praxis bewährt haben.
Für jede Ausbaustufe werden die notwendigen fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen sowie der zu erwartende Nutzen dargestellt. Dadurch lässt sich frühzeitig beurteilen, welche Voraussetzungen bereits erfüllt sind und welche zunächst geschaffen werden müssen, bevor zusätzliche Funktionen sinnvoll eingeführt werden können.
Die zwischen den einzelnen Stufen dargestellten Verbindungen verdeutlichen typische Entwicklungspfade und fachliche Abhängigkeiten. Sie dienen als Orientierung für den schrittweisen Ausbau einer Methode und sind bewusst nicht als verbindliche Reihenfolge zu verstehen. Dennoch empfiehlt es sich, vor der Einführung komplexerer Funktionen zu prüfen, ob grundlegende Ausbaustufen bereits erfolgreich etabliert wurden.
Typische Herausforderungen
Die Erfahrungen aus zahlreichen Einführungsprojekten zeigen, dass sich bestimmte Schwierigkeiten unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße immer wieder wiederholen. Deshalb enthält jede Methodenkarte die häufigsten Stolpersteine, die bei der Einführung der jeweiligen Methode auftreten können.
Diese Hinweise unterstützen Unternehmen dabei, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, geeignete Gegenmaßnahmen einzuplanen und den Einführungsprozess gezielt abzusichern.
4. Anpassung des Modells
Jede Organisation verfügt über eigene Prozesse, Strukturen und Anforderungen. Daher wird in der Praxis weder der vollständige Funktionsumfang der Methodenlandkarte benötigt noch jede Methode in derselben Ausbaustufe umgesetzt. Die Methodenlandkarte ist deshalb bewusst als flexibles Orientierungsmodell konzipiert. Sie liefert keine allgemeingültige Vorgehensweise, sondern unterstützt Unternehmen dabei, eine individuelle Einführungsstrategie für ihre Projektmanagement-Software zu entwickeln.
Um die Methodenlandkarte gezielt für die Planung und Einführung einer PM-Lösung zu nutzen, empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen in mehreren Schritten:
Analyse der Ausgangssituation
Im ersten Schritt wird der aktuelle Stand bewertet. Dabei wird erfasst, welche Projektmanagement-Methoden bereits im Unternehmen eingesetzt werden, welchen Reifegrad sie besitzen und mit welchen Werkzeugen oder Softwarelösungen sie heute unterstützt werden.
Zielbild definieren
Anschließend wird festgelegt, welche Methoden künftig relevant sein sollen und in welchem Umfang sie durch eine Projektmanagement-Software unterstützt werden sollen. So entsteht ein klares Zielbild für die weitere Entwicklung.
Voraussetzungen und Ausbaustufen bewerten
Für jede ausgewählte Methode werden anschließend die organisatorischen und methodischen Voraussetzungen geprüft. Gleichzeitig werden typische Herausforderungen berücksichtigt und Nutzen sowie Einführungsaufwand gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, welche Ausbaustufe für die jeweilige Methode tatsächlich sinnvoll und realistisch ist.
Handlungsbedarf identifizieren
Durch den Vergleich zwischen aktuellem Stand und angestrebtem Zielbild wird sichtbar, in welchen Bereichen Anpassungen erforderlich sind. Daraus ergibt sich der notwendige Handlungsbedarf – sowohl hinsichtlich der Projektmanagement-Methodik als auch der eingesetzten Software.
Abhängigkeiten berücksichtigen
Da viele Methoden fachlich miteinander verknüpft sind, sollten ihre gegenseitigen Abhängigkeiten frühzeitig analysiert werden. Falls zusätzliche Methoden erforderlich werden, um eine sinnvolle Einführung zu ermöglichen, kann das Zielbild entsprechend erweitert und die Planung angepasst werden.
Einführung schrittweise planen
Abschließend werden die Methoden und Ausbaustufen festgelegt, die im ersten Umsetzungsschritt realisiert werden sollen. Dieses sogenannte Minimalprodukt bildet die Grundlage für die Einführung. Weitere Ausbaustufen können anschließend in aufeinander aufbauenden Phasen umgesetzt werden. Ein solches Vorgehen schafft Transparenz, reduziert die Komplexität der Einführung und unterstützt ein realistisches Erwartungsmanagement innerhalb der Organisation.
5. Die Methodenlandkarte im Miro-Board
Neben der PDF-Version steht die Methodenlandkarte auch als interaktives Miro-Board zur Verfügung. Dadurch lassen sich die einzelnen Methoden, ihre Zusammenhänge sowie die jeweiligen Detailinformationen deutlich komfortabler erkunden und bearbeiten. Das Board bietet eine übersichtliche Navigation und eignet sich sowohl zur Orientierung als auch als Arbeitsgrundlage für eigene Einführungsprojekte.
Der Zugriff erfolgt direkt über den Webbrowser – ein Miro-Konto ist für den reinen Lesezugriff nicht erforderlich. Die Navigation kann je nach verwendetem Betriebssystem oder Browser leicht variieren. Hinweise zur Bedienung stellt Miro auf seinen Support-Seiten zur Verfügung.
Für den Einstieg empfiehlt es sich, zunächst die Gesamtübersicht der Methodenlandkarte aufzurufen. Von dort aus gelangen Sie über die Verlinkungen auf den einzelnen Methodenkarten direkt zu den jeweiligen Detailansichten. Ebenso kann jederzeit wieder zur Gesamtübersicht zurückgekehrt werden, wodurch sich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Methoden schnell erschließen.
Über die reine Navigation hinaus eignet sich das Miro-Board hervorragend als Arbeits- und Planungswerkzeug für die eigene Softwareeinführung. Unternehmen können die Landkarte individuell an ihre Anforderungen anpassen, beispielsweise indem nicht benötigte Methoden oder Ausbaustufen ausgeblendet werden. Ebenso lassen sich Methoden nach Priorität, Verantwortlichkeiten oder den Ergebnissen einer Gap-Analyse kennzeichnen und strukturieren.
Auch die einzelnen Methodenkarten können unternehmensspezifisch erweitert werden. So können Hinweise zu Risiken ergänzt, Ziele konkretisiert oder Ausbaustufen angepasst werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Maßnahmen, Aufgaben oder Softwareanforderungen direkt mit externen Systemen wie Jira, Azure DevOps oder anderen Projektmanagement-Tools zu verknüpfen.
Die Methodenlandkarte versteht sich als lebendes Arbeitsdokument, das kontinuierlich an individuelle Anforderungen angepasst werden kann. Die GPM-Fachgruppe freut sich über den fachlichen Austausch und stellt Interessierten auf Anfrage eine kostenfreie, anpassbare Version der Landkarte zur Verfügung.
Miro-Board:
https://miro.com/app/board/o9J_lZkS19U=/
6. Über die GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“
Die GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“ vereint erfahrene Expertinnen und Experten aus den Bereichen Projektmanagement, Beratung, Wissenschaft und Softwareentwicklung. Gemeinsam beschäftigen sie sich mit der Weiterentwicklung von Methoden, Prozessen und Softwarelösungen für ein modernes Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement.
Seit ihrer Neuausrichtung im Jahr 2020 verfolgt die Fachgruppe das Ziel, Praxiserfahrungen aus unterschiedlichsten Branchen zusammenzuführen, aktuelle Entwicklungen zu bewerten und Unternehmen bei der erfolgreichen Einführung sowie Weiterentwicklung von Projektmanagement-Software zu unterstützen. Die Methodenlandkarte sowie dieses Whitepaper sind aus der gemeinsamen Arbeit der Fachgruppe entstanden.
Rudi Brenner
Mitgründer, PLANTA Projektmanagementsysteme GmbH, Karlsruhe
Rudi Brenner beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit Projektmanagement-Software. Als Mitgründer der PLANTA GmbH hat er zahlreiche Softwareeinführungen begleitet und die Entwicklung der PLANTA-Lösungen maßgeblich geprägt.
E-Mail: rudi.brenner@planta.de
Gilles Chêne
Geschäftsführer, Planisware Deutschland GmbH, München
Gilles Chêne verantwortet seit 2003 das Deutschlandgeschäft von Planisware. Seine Schwerpunkte liegen im Projekt- und Portfoliomanagement sowie in der Einführung unternehmensweiter PM-Lösungen. Zuvor war er Gründer einer IT-Beratung und Projektmanager bei Softlab (BMW Group). Er studierte Software Engineering und Künstliche Intelligenz an der École des Mines de Nancy.
E-Mail: gilles.chene@planisware.com
Norman Frischmuth
Managing Director, Hypergene GmbH, Berlin
Norman Frischmuth begleitet seit über 20 Jahren Unternehmen bei der Einführung von Multiprojektmanagement-Lösungen. Als Managing Director der Hypergene GmbH unterstützt er Organisationen bei der Digitalisierung ihres Projekt- und Portfoliomanagements. Darüber hinaus lehrt er seit vielen Jahren Projektmanagement an Berliner Hochschulen und engagiert sich als Mitglied der GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“ sowie der Regionalleitung Berlin/Brandenburg für die Weiterentwicklung des Projektmanagements. Außerdem ist er Gründer des YouTube-Kanals PMBackstage sowie des Video-Blogs „Projekte clever managen“.
E-Mail: frischmuth@gmx.de
Dr. Dennis Krull
Produktmanager, Volkswagen AG | Inhaber, Project Pier 17
Der promovierte Wirtschaftsingenieur leitet seit 2020 die GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“. Neben seiner Tätigkeit in der Volkswagen Group IT berät er Unternehmen mit seiner Beratung Project Pier 17 zu Projektmanagement und Digitalisierung.
E-Mail: dennis.krull@project-pier17.com
Dr. Mey Mark Meyer
Managing Partner, prometicon projects GmbH, Bremen
Dr. Mey Mark Meyer begleitet Unternehmen bei der Digitalisierung projektorientierter Organisationen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Auswahl und Implementierung von Projektmanagement-Software sowie der Gestaltung wirksamer Veränderungsprozesse. Darüber hinaus ist er Autor einer Marktstudie zu PM-Software.
E-Mail: mey.mark.meyer@prometicon.de
Heinz Scheuring
Geschäftsführer, Scheuring AG, Möhlin (Schweiz)
Heinz Scheuring ist Berater, Unternehmer und Autor mehrerer Fachbücher zu Projekt-, Ressourcen- und Arbeitsmanagement. Mit seiner Scheuring AG unterstützt er Unternehmen bei der Einführung leistungsfähiger Softwarelösungen und engagierte sich viele Jahre im Vorstand der Swiss Project Management Association.
E-Mail: heinz.scheuring@scheuring.ch
Dr. Rupert Stuffer
CEO, Collaboration Factory AG, München
Dr. Rupert Stuffer zählt zu den Pionieren des kollaborativen Projektmanagements. Während seiner Promotion an der Technischen Universität München entwickelte er eine heute in der Automobilindustrie etablierte Methode des kollaborativen Projektmanagements. Mit der Gründung der Collaboration Factory AG brachte er die Plattform cplace für modernes Project- und Portfolio-Management auf den Markt.
Über die GPM - Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.
Die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. ist Deutschlands führender Fachverband für Projektmanagement. Als gemeinnützige Organisation engagiert sie sich seit mehr als 40 Jahren für die Weiterentwicklung professioneller Projektmanagement-Kompetenzen in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft.
Mit einem breiten Angebot an Qualifizierungen, Zertifizierungen, Fachgruppen und Veranstaltungen fördert die GPM den Wissensaustausch und unterstützt Fach- und Führungskräfte dabei, Projekte erfolgreich zu planen, zu steuern und nachhaltig umzusetzen. Über die akkreditierte Zertifizierungsstelle PM-ZERT bietet sie international anerkannte Zertifizierungen nach den Standards der International Project Management Association (IPMA) an.
Ein besonderer Schwerpunkt der GPM liegt auf der Vernetzung von Projektmanagement-Expertinnen und -Experten sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Methoden und Best Practices. Darüber hinaus setzt sich der Verband für die Förderung des Nachwuchses, die Stärkung der Vielfalt im Projektmanagement sowie den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen ein.
Als Mitglied der International Project Management Association (IPMA) ist die GPM Teil eines weltweiten Netzwerks nationaler Projektmanagement-Organisationen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Projektmanagement-Kompetenzen international weiterzuentwickeln, Wissen zu teilen und den fachlichen Austausch über Ländergrenzen hinweg zu fördern.
Weitere Informationen:
GPM: https://gpm-ipma.de
IPMA: https://ipma.world
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90402 Nürnberg
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Hauptstadtrepräsentanz Berlin
Mittelstraße 55
10117 Berlin
Telefon: +49 30 36403399-0
Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung
- Methodenlandkarte zur Einführung von PM-Software
- 1. Zielsetzung und Prinzip
- 2. Aufbau der Methoden-Landkarte
- 3. Aufbau der Methodenkarten
- 4. Anpassung des Modells
- 5. Die Methodenlandkarte im Miro-Board
- 6. Über die GPM-Fachgruppe „Software für Projektaufgaben“
- Über die GPM - Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.